Die Welt verändert sich. Die Gewissheiten der alten Bundesrepublik zerbrechen. Der Ukraine-Krieg, der Überfall der USA auf Venezuela, der Wettkampf um Energieträger, das alles sind Vorboten einer neuen Welt. Wer diese Welt schneller versteht, wird auf der Siegerseite stehen. Wer sich an kleinbürgerliche Idylle klammert, wird abgehängt.

Weltinsel, das ist der Großkontinent Afrika-Eurasien, die Alte Welt. Der britische Geograf und Geopolitik-Mitbegründer Halford Mackinder sagt: „Wer über das Herzland herrscht, beherrscht die Weltinsel. Wer über die Weltinsel herrscht, beherrscht die Welt.“ Die alte regelbasierte Ordnung mit ihrem Kriegsverbot weicht einer neuen Aufteilung der Welt in Sphären und Zonen. Wenn wir die Welt beherrschen wollen, müssen wir sie verstehen. 

Weltinsel ist der geopolitische Informationsdienst für Deutschland. Er macht Nachrichten, Einschätzungen und Meinungen von Geopolitik-Experten aus aller Welt für deutsche Leser zugänglich. So bietet er Orientierung in einer Welt, die sich verändert. Weltinsel übersteigt die Grenzen von links und rechts, Einheimischen und Migranten. Mit einer Polyphonie ausländischer Stimmen schlägt er für Deutschland einen neuen Ton an.

Im Aufbau des Online-Magazins spiegelt sich die neue Welt. Konflikte um Ressourcen und Infrastruktur bestimmen die Politik. Ideologien und Religion stoßen als Weltbilder und Handlungsmuster aufeinander und geben den Konflikten an der ökonomischen Basis einen Sinn. Kapitalfraktionen treten als politische Akteure aus dem Hintergrund und stellen das Gewaltmonopol des Staates in Frage. Wo liegen die Chancen für uns?

Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt: So stark, wie man meinen könnte, hat sich die Welt womöglich doch nicht verändert. Die Konflikte, die heute offen aufbrechen, schwelten damals schon verborgen. Die Kriege, die damals gekämpft wurden, kämpfen heute andere Staaten, um sich in ihrer Region, auf der Welt zu behaupten. Wo ist Deutschlands Platz in dieser Welt? Wie kann Europa mithalten? Diese Leitfragen machen die Artikel aus aller Welt für deutsche Leser relevant.

Die postmoderne Bewusstseinspolitik ist an ihr Ende gekommen. Die Metapolitik der Neuen Linken und Neuen Rechten läuft leer im Simulacrum einer Politik ohne reale Referenzen. Immer neue Politiker und Parteien kommen und kommunizieren, ohne dass sich ihren Botschaften eine Strategie zurechnen ließe. Die Multipolarität macht dem Leerlauf der Zeichen den Garaus. Sie bringt einen neuen Materialismus der Ressourcen mit sich – und eine Metaphysik der Erzählung. 

Das eine Ende der Geschichte in der liberalen Demokratie ist vorerst abgeblasen. Die vielen Enden der Geschichte, wie sie in den großen Zivilisationen und kleinen Sekten erzählt werden, treten an seine Stelle. Auf welcher Ebene spielt sich die Handlung der Multipolarität ab, auf der materiellen oder auf der metaphysischen? 

Weltinsel beantwortet solche Fragen aus verschiedenen Perspektiven. Allen Autoren ist eins gemeinsam: Sie tasten sich an die Welt von morgen heran. Ich wünsche neue Einsichten beim Lesen!